Ersteindruck ‚Party Hard‘

Veröffentlicht: 2015/11/26 von PeeT in Ersteindruck, Extra
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Warum Party Hard? Ich fand die Spielidee großartig und der Soundtrack würde mir sicher nicht gefallen…
Spielzeit? 2,8h

Ich erwartete ein pixelartiges Strategie-Stealthspiel ohne Vergebung.
Ein Stealthspiel mit hohen Strategieanforderungen in Pixeloptik.

Party Hard machte mich im Ankündigungstrailer schonmal direkt neugierig.
Allerdings war mir auch klar, dass ich es nicht schaffen würde das Spiel lange auszuhalten, da der Strategieanteil recht hoch sein würde. Was also tun?

Party Hard 1

Fehlt da was oder spricht er nur gebrochen?

Ich habe einfach zugegriffen und es versucht. Warum lange zögern, irgendwann versuche ich es ja doch.
Erster Punkt der mich überraschte (komisch eigentlich), ist dass das Spiel eine Story hat. Eine die bisher zu Teilen aufgesetzt wirkt, aber mit einem ernsten Ton versehen ist. Ein Polizist erzählt davon, wie er den Party Mörder verfolgt und an einem Tartort sogar seine Tochter finden musste.
Dabei wird er von einem Unbekannten zu den Geschehnissen befragt.
Der Tonfall beider Männer ist sehr ernst, wirkt teilweise aber etwas übertrieben, obwohl die Umstände schon entsprechend sind.
Die deutsche Übersetzung ist hier ebenfalls nicht immer „Treffsicher“.

Party Hard 2

Nur eines der wenigen Beispiele… Wer hat das übersetzt? Google?

Die Geschichte schlägt schon einen relativ harten Ton an. Was eigentlich nicht überraschen sollte, mich aber wirklich erwischte. Ich bin sehr gespannt auf die Moral der Geschichte.

Der Mörder selbst, den ich spielen darf, wird ausschließlich durch die Erzählungen des Polizisten und die Annahmen des anderen Mannes, der vermutbarer Weise Psychologe oder etwas ähnliches zu sein scheint, charakterisiert. Aufgrund dieser Darstellungsform töte ich jede Menge Menschen ohne so richtig zu wissen wieso oder weshalb. Ok, gut warum er damit angefangen hat weiß ich, aber was ihn weiter treibt bleibt erstmal offen.

Apropro weiter treiben, er tötet sich bisher durch die halbe USA und ich bin sicher, dass er die andere Hälfte auch noch mitnimmt. Diese Darstellung des Mörders und seiner Taten gibt der Geschichte nochmal etwas mehr Drive und lässt mich umso mehr auf das Ende hoffen.

Party Hard 3

„Abschlussfeier“

Das Gameplay ist dabei relativ simple.
Ein Knopf für den Messerstich, einer zum Aktivieren von Fallen, einer um Körper aufzusammeln und fallen zu lassen und einer zum…Party Machen. Ja, wirklich. Das Interessante ist, dass jede Aktion den NPCs missfällt…

Das Schwierige ist die Stealth- und die daraus resultierende Strategiekomponente. Denn sobald jemand einen Mord beobachtet oder eine Leiche findet, rennt er zum Telefon um die Polizei zu rufen. Dabei ist Letzteres erstmal weniger schlimm, da die Polizei nur kommt und die Leiche eintütet. Bei Ersterem muss man der Polizei entkommen und das ist nicht so richtig einfach. Dafür hat der Entwickler allerdings Fallen vorgesehen, die glücklicherweise auch Polizisten töten können. Dazu zählen Musicboxen, Schaltkreise oder Öfen, aber auch Levelspezifische Dinge wie Ventilatoren oder Pferde.
Dazu kommt, dass man selbst das Telefon auch benutzen kann. Damit ruft man sich dann nämlich „Hilfe“, wie z.B. einen Kettensägenmörder oder, ja das passiert wirklich, Zombies. Das macht dann das Schaffen des Levels dezent einfacher.

Alles in Allem: Ein interessantes Spiel. Weniger wegen der Prämisse an sich, sondern wegen der Erzählstruktur. Je nach „Moral der Geschichte“ kann ich das Spiel dann uneingeschränkt empfehlen. Eine Anmerkung bleibt: Kinderhände weg davon.

PeeT

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