Gamescom 2017 – Interviews mit Fremden

Veröffentlicht: 2017/08/31 von PeeT in Gamescom 2017, Interviews, Special
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Auch dieses Jahr konnte ich wieder mit Menschen sprechen, die am Rande der Hallen saßen. Und dazu gehörten nicht nur Cosplayer, sondern auch „normale“ Menschen wie du und ich.

Lukas (18+)
Seine Erfahrung war, dass die Massen besser verteilt sind als letztes Jahr, aber insgesamt sind die Spiele nicht so gut. Er hat sich zwar vorher informiert, schaute sich aber erst auf der Messe um und entschied dann was er sich ansieht. Die meiste Zeit verbrachte er bei Activision/Blizzard. Ein Teil seines Plans war es, Destiny 2 zu sehen. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei über die Releasepolitik (neuer Teil statt großem Update) erwiederte er, dass er Hoffnung habe mehr Änderungen im fertigen Spiel zu finden, als es auf den ersten Blick zu geben scheint.
Das Rahmenprogramm auf der Messe lockte ihn scheinbar nicht wirklich aus der Deckung, Primärziel waren die Spiele. Allerdings äußerte er interesse am Rahmenprogramm in der Kölner Innenstadt.
Interessant war die Aussage, dass er nicht auf die Gamescom gehen würde, wäre er jünger als 16.
Er kommt vorraussichtlich nächstes Jahr wieder!

Lukas
Dies war seine sechste Gamescom. Dieses Jahr fehlte ihm die Stimmungsmaschienen von 2K, außerdem war er dieses Jahr alleine unterwegs, was ihm ein wenig Langeweile einbrachte.
Seine zuvor gesetzten Ziele, Far Cry 5, Assassins Creed Origins und Super Mario Odyssee, hatte er bereits erreicht. Die Switch ist ihm dabei eher negativ aufgefallen und wird wohl nichts sein, was er sich ins Wohnzimmer stellt. Far Cry 5 hingegen benannte er als seinen Favoriten, wobei das beste Merkmal sei, dass „man mit der Story nicht in die Zukunft geht„.
Die Menschenmassen emopfand er als weniger schlimm als die Jahre zuvor, außerdem merkte er an, die Bühnen seien weiter auseinander, was Laufwege erleichterte. Die letzten Jahre waren, besonders bei Events an irgendwelchen Bühnen, die Gänge häufiger verstopft gewesen.
Sein Primärinteresse lag auf den Spielen, die „Kleinigkeiten“ des Rahmenprogrammes seien als Einzelperson eher uninteressant. Vom Programm innerhalb der Stadt hatte er nichts gehört, es interessierte ihn aber auch nicht.
Auf die Taschenkontrollen angesprochen, schmunzelte er und nannte sie „lächerlich„, da seine Tasche so gut wie nicht kontrolliert wurde.

Bert
Die für ihn fünfte Gamescom empfand er als etwas schlechter als die der letzten Jahre, weil ihm dieses Jahr die interessanten Titel fehlten. Seine Favoriten dieses Jahr waren Battlefield 1, was bereits erschienen war, und Battlefront 2, wobei er den ersten nicht gespielt hat und den Vergleich zum Original aufgrund der verstrichenen Zeit nicht anstellen kann. Doch für Zwischendurch sei das sicher ein Titel. Ansonsten hatte er mehr interesse an AAA-Titeln, als an Indiespielen.
Die Menschenmassen empfand er als „gleichgeblieben“ und die Taschenkontrollen als wichtig, wenngleich sie gründlicher durchgeführt werden sollten.
Das Rahmenprogramm sei halt da, Primärinteresse lag bei aber auf den Spielen. In die Kölner Innenstadt wollte er jedoch mal gehen, wenigstens um zu schauen was dort passiert. Allerdings betonte er, dass das kein Grund sei extra nach Köln zu fahren, wenn jetzt keine Gamescom wäre.

Moritz (17)
Er ist extra aus Bayern angereist, um die Gamescom zu genießen. Sein Alter schien es für ihn nicht schwerer zu machen, denn obwohl er Beschränkungen vorfand, waren diese nicht schlimm für ihn. Schwierigkeiten hatte er beim Versuch sich vorab zu informieren. Die App enttäuschte ihn, da er dort nichts fand und Events kaum angekündigt waren.
Was ihm am Besten gefallen hat, war der Hearthstone Stand, dieser sei „gut gestaltet mit Figuren usw.“ Das Rahmenprogramm war für ihn gar nicht relevant, allerdings interessierte er sich für die Aktivitäten in der Stadt von denen er bis zum Gespräch nichts erfahren hatte. Musik und Spiele zu verbinden sei eine gute Idee.
Die Menschenmassen seien etwas, mit dem man auskommen müsse, wenngleich lange Wartezeiten und überfüllte Flure, besonders bei großen Bühnen, schon auffällig waren.
Die Taschenkontrollen empfand auch er als sinnvoll, „je mehr desto besser„.

M. (15)
Auf ihre zweite Gamescom kam sie primär wegen der Spiele und um Freunde zu treffen. Youtuber und das Rahmenprogramm standen eher im Hintergrund, was wohl nicht hies, dass eine Begegnung mit einem Youtuber nicht „cool“ gewesen wäre. Die Stadt und das Angebot dort schienden auch nicht in ihrem Interessensgebiet zu liegen.
Sie ist so relativ zufrieden gewesen, da ihr Interesse mehr bei Spielen ab 16 liegt, sie aber auf der Gamescom nicht anspielen konnte. Spiele ab 12 fände man eher selten. Geplante hatte sie im Vorfeld wohl nichts, sondern entschied spontan was sie denn sehen wolle. Zum Gesprächszeitpunkt war sie aber auch erste eine Stunde vor Ort, daher konnte sie noch keine Favoriten bennen.
Die Menschenmassen sei sie, da sie aus einer Großstadt komme, gewohnt und dei Taschenkontrollen empfand sie als „super„.

Sebastian
Er hatte sich bei seiner dritten Gamescom für nur drei Tage Besuch entschieden, da er vermutetete, dass es am Samstag am vollsten sein würde. Bis dahin empfand er die Menschenmassen als gut verteilt, hier und da sei es schon voll, aber er müsse ja auch nicht alles spielen und entschied sich daher bewusst einige Spiele auszulassen.
Das Rahmenprogramm war uninteressant für ihn, sein Primärinteresse galt den Spielen. Far Cry 5 und Assassins Creed Origins seien gut gewesen, während Biomutant eine positive Überraschung für ihn war.
Die Taschenkontrollen waren ok für ihn und die Zeit darein zu investieren, war für ihn völlig in Ordnung.

Kai
Er wusste nicht einmal genau, die wie vielte Gamescom das für ihn ist. Schätzungsweise die sechste. Veränderungen die er wahrnehmen konnte, waren vollere Hallen, höhere Wartezeiten und „mehr laute Stände„. Die Veränderungen an der Organisation empfand er als sinnvoll, man käme nun besser rein und raus und das Gedränge habe im Vergleich zu den letzten zwei/drei Jahren nachgelassen, wenngleich es immer noch voll sei.
Er hatte zuvor auch geplant einige Spiele zu sehen, setzte Age of Empires nachträglich auch noch auf seine Liste, da erst kurz vor Beginn der Messe bekannt wurde, dass es anspielbar seien würde. Wirkliche Überraschungen erlebte er außer dem nicht. Seine Favoriten waren das erwähnte Age of Empires und das neue Dragenball Spiel (Dragonball Fighter Z). Hier kann man zwar nicht mehr fliegen, allerdings sind combos möglich, die Luftkampf beinhalten. Generell sei es nun mehr wie Street Fighter, doch von den Möglichkeiten her umfassender und insgesamt schneller.
Die genrelle Bandbreite an Interessen war recht groß, da er nebenbei auch Indiespiele antestete und neue Sachen für Retrokonsole beobachtete.
Wichtig für ihn war bei dieser Messe Leute kennenzulernen, Freunde wiederzutreffen, Spiele zu spielen und sein jährliches Treffen mit einem Twitchstreamer einzuhalten. Cosplays genoss er auch, besonders die aus Blizzard Franchises.
Das Rahmenprogramm in Köln war ihm zu weit weg und zeitlich kaum schaffbar, da er den ganzen Tag auf der Messe verbrachte. Außerdem sei diese schon fordernd genug und „die Beine machen da nicht mit

Denise
Sie kam als Pressemitglied aus Frankfurt das erste Mal für die Spiele auf die Gamescom und äußerte, dass sie als Privatbesucher wohl nicht auf die Gamescom gehen würde. Die Menschenmassen störten sie dabei nicht, da sie als Cosplayerin schon daran gwöhnt sei. Im Grunde sei aber alles weitläufig genug, um die Menschen gut zu verteilen. Insgesamt seien auch die Altersgruppen gut durchmischt, doch von der wohl ausverkauften Messe sehe sie „nichts„. Dann erwähnte sie noch den Businessbereich, in dem alles wesentlich ruhiger von statten ging, und einige Events, bei denen man sich nicht anschreihen musste, da die Geräuschkulisse einfach kaum vorhanden war.
Die Sicherheitskontrollen seien dieses Jahr besser, besonders für Cosplayer, die letztes Jahr mit ihren Waffen viele Schwierigkeiten hatten.
Das Rahmenprogramm hatte sie wohl kaum mitbekommen, da sie in viele Presseverantstaltungen eingewoben war, doch lobte sie die Organisation, die Security-Leute und empfand die Idee mit dem Beachbereich als sinnvoll und gut. Das Cosplay Village hatte sich auch verbessert, da sie wohl letztes Jahr für einen Tag als Cosplayerin reinschnupperte, war ihr ein Vergleich gelungen: Nun sei es weniger dunkel und klein.
Ihre Favoriten waren Biomutant, was ihr potentiell zusagen könnte, nachdem sie zuvor mit ‚The Witcher 3‘ ihr erstes Spiel bereits abgeschlossen hatte, und Die Sims 4. „Die anderen Sachen […] sind nicht meine Liga„, fasste sie zusammen.

Thomas
Er ist mehr der Online Rollenspiel, besonders Runes of Magic, Spieler, weshalb es relativ wenig spannende Spiele für ihn auf der Gamescom gab. Lediglich ‚World of Warships‘ sah er sich an und stellte ein gewisses Interesse fest. So richtig Favoriten hatte er aber nicht.
Das Rahmenprogramm war für ihn auch nicht wichtig, allerdings wollte er mit seinen Begleitern in die Stadt gehen, um sich dort einige Veranstaltungen anzusehen. Taschnekontrollen hielt auch er für wichtig.

Tim
Seine zweite Gamescom und es schien für ihn viel voller zu sein als noch letztes Jahr. Generell habe er aber ein gutes Feeling und insgesamt sei die Gamescom „überragend„. Teilweise plante er Spiele zu sehen, teilweise entschied er spontan, ob er Dinge sehen würde. Was er sehen wollte hatte er zum Zeitpunkt des Gesprächs bereits abgehakt, sein Favorit darunter war Call of Duty WWII, was vom Feeling her an Battlefield 1 heran kam, vor allem seien die Soundqualität und das Menü besser geworden. Die spielbare Map hatte ihm ebenfalls gefallen.
Ansonsten hatte er auch noch andere Dinge gesehen, wobei er teilweise überrascht war, dass es bestimmte Spiele überhaupt gibt. Beispiele dafür nannte er nicht.
Das Rahmenprogramm war für ihn eher Nebensache, sollte er aber einem Youtuber begegenet oder zufällig in einen Cosplay Contest gestolpert sein, hat er das sicher genossen.
Die Entscheidung, die Gamescom einen Tag vorzuziehen, befand er für gut, da es Sonntags, aufgrund des nahenden Arbeitstages, an Zeit für viele Leute fehlen würde, die Messe richtig zu besuchen.
Auch er wird nächstes Jahr vielleicht wieder dabei sein.

Lisa (16)
Sie ist für ihre erste Gamescom aus Berlin angereist. Grund dafür war, dass sie nun mehr zockt, wenngleich sie nur für das Rahmenprogramm und Merch auf der Messe war. Eines ihrer Highlights war das Lama am Fortnight Stand, das man als „Rodeo Lama“ reiten konnte. Wirklich lange habe sie es nicht geschafft sich darauf zu halten. Das Programm innerhalb der Stadt Köln interessierte sie nicht. Die Taschenkontrollen hielt sie für gut, aufgrund jüngster Vorkommnisse sogar für wichtig.
Im Grunde war sie drei Tage da und hatte am Freitag ein T-Shirt und zwei Kuscheltiere gekauft, letzteres war als Ziel sogar von ihr formuliert gewesen.
Nächstes Jahr wird sie wieder auf die Gamescom kommen.

Zusammenfassung

  • Insgesamt wurde die Messe positiv erlebt, wenngleich die Wahrnehmung der Menschenmassen in geringem Maße variierte.
  • Wirkliches Interesse am Rahmenprogramm schienen hier nur wenige zu haben, wenngleich keiner irgendeine Attraktion völlig ablehnte.
  • Die organisatorischen Entscheidungen wurden ebenfalls positiv wahrgenommen, während
  • die Taschenkontrolle insgesamt mehr als unzureichend empfunden wurden sind
  • die Cosplayer und das Cosplay Village wurden weniger wahrgenommen

Fazit
Es gibt noch Luft nach oben, wenngleich nicht direkt an an der Messe, sondern mehr an deren Inhalt in Form der Spiele. Hier sind die Publisher also am Zug.

Vielen Dank für alle Freiwilligen, die sich meinen, mal wieder teilweise unkoordinierten, Fragen gestellt haben. Ich hoffe wir treffen uns vielleicht im nächsten Jahr wieder! Ich wünsche noch einen schönen Tag,

PeeT

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