Ersteindruck ‚Tri: Of Friendship and Madness‘

Veröffentlicht: 2022/03/13 von PeeT in Ersteindruck, Extra
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Warum Tri: Of Friendship and Madness? Nachdem ich Behind Stars Under Hills auf der Gamescom 2017 anspielen konnte (und eine Musik-CD mitbekam), warte ich auf den Release. Ende letzten Jahres kam es mir wieder in den Sinn, doch da es eingestellt wurde, entschied ich mich ein anderes Spielder Entwickler zu spielen.

Spielzeit? 2h 14min

Ich wusste nicht genau, was ich erwarten sollte. Lediglich ein Teil des Soundtracks war mir bekannt durch mein Treffen der Entwickler auf der Gamescom 2017 und der gefiel mir damals schon sehr gut.

Ein First-Person-Adventure.

Das Spiel startete für mich zunächst mit einem merkwürdigen Gefühl in der Sprungmechanik, da der oder die Hauptcharakter*in sehr schwerfällig wirkt. Und natürlich musste ich auch gleich mal testen, wie es um die Grenzen der Spielwelt im Tutorialbereich aussieht, ein Interesse, dass sich später noch auszahlen würde.

Schnell geht es los und ein maskierter Mönch schickt mich in die Welt der Götter auf der Suche nach einem Fuchsgott. Hinter dem Tempel entdecke ich zuvor noch drei Statuen, mit denen ich leider nicht interagieren kann, aber auch diese werden im Laufe des Spiels immer wieder auftauchen. Warum die Statuen dort stehen wundert mich etwas, denn es scheint sie sind versteckt, aber kein Sammelobjekt des Spiels.

Das Spiel beginnt und schon im zweiten Level finde ich in einem Turm das sogenannte „Tri“, welches mir erlaubt zaubernd Dreiecke in die Welt zu bringen. Diese Magie ist räumlich begrenzt, das heißt die Dreiecke haben eine maximale Größe, kann aber sonst an nahezu jeder Oberfläche befestigt werden, auch an anderen Dreiecken. Zu Beginn ist aber nicht jedes Dreieck ein hilfreiches Dreieck, denn ich muss darauf achten, dass sie nicht zu steil verlaufen. Passt die Steigung einer magisch geschaffenen Platform, kann ich diese Nutzen, um Abgründe zu überwinden oder durch geschickten Einsatz in Ecken des Turmes zu klettern, die sonst nicht erreichbar wären.

Das ist auch bitter nötig, denn das Ziel in jedem Level ist es, drei Fuchsstatuen zu finden und sie auf ihren Sockeln zu platzieren. Ist dies geschehen, öffnet sich ein Portal zum nächsten Level. Dabei ist besonders auf die Levelstruktur und Architektur hinzuweisen. Ein Level ist immer übersichtlich im Größenverhältnis, sodass das Erkunden nur selten für mich wirklich anstregend wurde. Außerdem hat jedes Level immer ein schönes Gefühl von Vertikalität erzeugt, welches mich herausfordert zu testen, ob ich „nicht doch noch da hoch oder da runter komme irgendwie“. Und dieses Erkunden lohnt, denn in jedem Level sind eine individuelle Anzahl an Idolen versteckt, die Bonusinhalte, wie Making-Of-Infos oder Audiokommentare zu den Level freischalten. Toll hieran ist, dass die gesamtzahl der Idole zählt, nicht wie viele ich in den Einzelnen Level finde, so kriege ich die Audiokommentare zum ersten Level, auch wenn ich dort nicht alles eingesammelt habe.

Wie komme ich nur dahin?

Doch bei den Idolen liegt auch der winzig kleine Punkt von Frustration, den ich spüren durfte. Sie sind zwar nie gemein versteckt und im Kern alle gut findbar, aber manche Wege sind eben doch gut genug versteckt, als das ich Räume immer wieder durchlaufe und irgendwann genervt aufgeben will. „Ok ich gebe auf“, sage ich zu mir und genau dann sehe ich den Weg. Ist das so optimal? Wer weiß, aber zumindest macht es immer noch Spaß.

Alles in Allem: Ein toller Stil, eine wundervolle Mechanik und eine Geschichte, die genug Fragen aufwirft um mich wirklich dafür zu interessieren, wohin die Reise geht. Tolle Levelstruktur und immernoch toller Soundtrack. Ich bin Fan. Und das nicht nur, weil ichnzwischen an der Decke laufen kann…

PeeT

Fun Fact: Zu Beginn des (ich glaube) dritten Levels, sehe ich ein Loch in der Decke und frage mich, ob ich dorthin komme. Ich kämpfe mich ab und schaffe es schließlich. Dort ist erstmal nichts und ich werde an einem Punkt einfach zurückteleportiert. Das hat Zeit gekostet, zeigt aber, was möglich ist. Dann treffe ich den Mönch der zu mir sowas sagt wie „Früher haben die Wesen den Spaß an der Dreiecksmagie gefunden. Oder sind sie verrückt geworden? Ich weiß es nicht mehr. Wie fühlst du dich gerade?“ Und mir war schnell klar, was er damit meinte.

Ich wollte wissen, was da oben ist. Verrückt? Nein. Möglich!

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