Ersteindruck ‚Saints Row: Gat out of Hell‘

Veröffentlicht: 2022/03/20 von PeeT in Ersteindruck, Extra
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Warum Saints Row: Gat out of Hell? Saints Row IV durchgespielt und wollte gleich weitermachen

Spielzeit? 5,9h

Ich erwartete ein völlig durchgedrehtes Abenteuer mit Johnny Gat im Saints Row IV Style.
Eine Saints Row IV Nebengeschichte, mit alten und neuen Mechaniken.

Gat out of Hell ist mehrfach überraschend. Das Pacing allem voran.
Die Geschichte um den Entführten Präsidenten und seine Rettung wird nicht in der Geschwindikgeit des Spielers erzählt, sondern durch das Vorgehen Satans. Dieser will seine Tochter verheiraten und bestimmt somit die Geschwindigkeit der Geschichtenerzählung. Das soll heißen: Nach den oben erwähnten fünf Stunden Spielzeit habe ich zwar die Geschichte ein Mal abgeschlossen, aber weder die Karte voll erkundet, noch ansatzweise alle Aufgaben erledigt. Das fühlte sich im ersten Moment falsch an.

Für den Hunger zwischendurch ist gesorgt…vielleicht?

Wenn ich diese Art der Erzählung aber im Kontext des Spiels und der Geschichte selbst betrachte, macht es irgendwie Sinn. Die Geschichte lebt von der schnellen Erzählung, der Präsident soll schließlich gerettet werden bzw. die Tochter des Satans soll heiraten. Gewissermaßen geht dieses Spiel gegen den alten Trend von Open-World-Spielen, die zwar behaupten es müsse schnell gehandelt werden, den/der Spieler/in dann aber 134,7h Nebenaufgaben machen und Collectibles sammeln lassen. Und ja, genau das war mein Spielstil. Trotzdem bleibt dem/der Spieler/in mehr oder weniger die Freiheit andere Dinge zu tun und den automatischen Marker auf der Karte zu ignorieren. Ich habe nicht getestet, ob das irgendwelche Konsequenzen hätte, einfach für weitere fünf Stunden nicht bei der Hochzeit aufzutauchen oder die dunklen Rituale nicht zu stoppen.

Ansonsten tut das Spiel wofür Saints Row seit seinem dritten Teil bekannt ist: eine völlig überdrehte Geschichte von Charakteren erzählen lassen, die sich herzlich wenig für die Geschichte interessieren und nur so vor Selbstsicherheit strotzen.

Was für mich persönlich noch ein kleiner Bonus war: Es ist möglich auch als Kinzie zu spielen. Nicht, dass das tatsächlich was verändert. Obwohl es „Kommentare“ zu sammeln gibt, die sich je nach Charakter unterscheiden. Auch die Ausrufe verändern sich ganz leicht, sodass zumindest dort das Gefühl aufkommt, einen anderen Charakter zu spielen. Da Gat und Kensington aber beide ziemlich durchgeknallt sind, blieben die grundlegenden Handlungen vermutlich ohnehin die selben.

Gingen in die Hölle um den Boss zu retten: Johnny Gat (beflügelt) und Kinzie Kensington (hinten)

Dann noch ein paar Worte zum Gameplay. Die Fliegerei fühlt sich richtig gut an, es macht wahnsinnig Spaß durch die Hölle zu fliegen. Der Rest ist so ziemlich Saints Row IV. Inklusive der Animationen. Sogar die Spezialfähigkeiten unterscheiden sich nur minimal.
Aber warum auch nicht.
Es gibt ein paar neue Aktivitäten und wir treffen ein paar alte Bekannte wieder. Doch wo ich oben vom Pacing sprach: Das leveln und upgraden geht hier verdammt schnell. Ich habe alle Upgrades freigeschaltet, die freizuschalten waren. Allerdings waren dies nicht alle im Spiel erhältlichen. Dadurch, dass ich noch nicht alles erkundet habe fehlen mir für jede Arkane-Fähigkeit noch ein bis zwei Elemente, die wieder mit eigenen Upgrades kommen. Auch bei den Waffen, habe ich nur zwei komplett ausgebaut, was genau zwei Gründe hat:

1. Ich habe den DLC „Devil’s Workshop Pack“ bereits aktiviert gehabt und somit eine Waffe, die nur Überhitzungprobleme hat und keine Munitionsbegrenzung

2. Ich habe im Kern nur mit Gewehr und Schrotflinte gespielt. Mit letzterer lassen sich Schilde gut zerstören, während erstere sich sehr gut für Kopfschüsse eignet (und mit Verbesserung Gegner in Brand steckt).

Alles in Allem: Es wirkt etwas wie ein DLC des Hauptspiels, nur mit dem üblichen Open World Kram drumherum. Ob das 15€ wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Dennoch ein sehr gelungenes Abenteuer. Mir gefällt auch das hohe Pacing der Geschichte, was sehr gut passt und gleichzeitig noch als Satiremittel interpretiert werden kann, wenngleich das Spiel trotzdem die Möglichkeit bietet, länger in der Hölle zu verweilen, um Aufgaben zu erledigen und Dinge zu sammeln.

PeeT

PS: War euch klar, dass Shakespeare in der Hölle ist?

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