Serien Sonntag #1 – Aller Anfang ist durchwachsen

Veröffentlicht: 2017/04/16 von PeeT in Kritik, Serien Sonntag
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Guten Tag und Herzlich Willkommen!

Ich habe es tatsächlich mal geschafft die Amazon Prime Mitgleidschaft meiner Freundin auszunutzen, um dort in ein paar Serien hinein zu schauen. Und da ich so übermäßig auf Alliterationen stehe – und es ohnehin Sonntag ist – der wundevolle Titel

Serien Sonntag

Und weil ich das öfter machen möchte, erscheint eine Zahl am Schluss. Natürlich möchte ich auch deine Meinung zu den hier erwähnten Serien hören, also lass gern einen Kommentar da oder verlink doch einen deiner Artikel (falls Spoilerfrei 😉 ).

Ich habe erstmal eine handvoll erste Folgen gesehen und dann geranked, welche Serie ich zuerst oder sogar tatsächlich sehen will. Mit anderen Worten: Das hier ist eine Top-Liste und basiert auf der ersten Folge der jeweiligen Serie.

Also dann: Auf in die erste Runde!

Taboo (dt/OV)

London 1814: James Keziah Delaney (Tom Hardy – The Dark Knight Rises) kehrt nach einem 10-jährigen Aufenthalt in Afrika nach London zurück. Dort will er das Erbe seines Vaters antreten, allerdings wird er selbst längst für tot gehalten und um das Erbe wird erbittert gekämpft. Zudem ranken sich jede Menge Mythen um seine Rückkehr und so muss er sich scheinbar übermächtigen Gegnern stellen, um seinen eigenen Kopf zu retten …
(Quelle)

Rein optisch weiß die erste Folge zu überzeugen. Der Stil, die Locations und Sets. Alles ist dreckig und düster und eigentlich möchte ich mich gar nicht dort befinden, doch zum Glück begleite ich lediglich Mr. Delaney.
Nicht dass der ein guter Reiseführer wäre. Nichtsdestotrotz kann er mit nüchternem Verstand und determinierten Aktionen überzeugen. Die sich um ihn rankenden Geheimnisse werden (logischerweise) nur angeteasert und seine rohe, düstere, doch scheinbar sehr durchdachte Umgangsform mit seiner Umwelt, machen ihn zu einem spannenden Charakter. Weiter scheint es, als gäbe es noch andere Mächte, die über den normalen Verstand hinaus gehen…
Die deutschen Stimmen sind überigens ziemlich passend und die Soundkulisse überzeugend.

Into the Badlands (OV)

Into the Badlands ist ein post-apokalyptisches Martial-Arts Drama in einer Welt ohne Schusswaffen, in der der Kampf zur Kunst erhoben wird.
(Quelle)

Diese Serie hat mich schnell gekriegt. Kaputte Welt, harte Kerle, coole Choreographien, Blut und Morde. Dazu ein Macht-/Familiendrama das sich angedeutet und spannende Zusammenhänge. Natürlich mit den üblichen Rollen: eigennütziger Herrscher, starker Untergebener mit Zweifeln, ein unbekanntes Kind, eine treue, wenngleich angedeutet intriegante Mutter/Frau des Herrschers und ein übermütiger, neidischer Sohn.
Das alles kann noch besser werden – ist ja nur ein Ersteindruck – aber so wie die Charaktere implementiert wurden, bleibt es wahrscheinlich so. Stört mich das? Absolut nicht. Die Choreographien sind gut geschrieben, die Soundeffekte nicht total überbordend und das Mysterium um die Welt und das Kind haben mich gekriegt.
Schwert- und Faustkampfaction mit guter Kamera, schönen Effekten und einem leichten „War das der Game of Thrones Blick?“ Ansatz.

Oasis (OV)

In naher Zukunft wird der Priester Peter Leigh ins Weltall geschickt, um bei der Gründung einer neuen Kolonie zu helfen. Ein internationales Firmenkonglomerat errichtet diese auf dem Planeten Oasis – für die Menschheit ist das die letzte Chance, vor dem bevorstehenden Weltuntergang zu fliehen. Doch Oasis stellt sich als nicht so gastfreundlich heraus wie gedacht.
(Quelle)

Jetzt wirds etwas creepy. Eine untergegangene Erde, eine Kolonie auf einem fremden Planeten, Mechaniker und Botaniker und….ein Geistlicher? Genauso geht es den Charakteren in der Basisstation und zugegeben mir auch. Ich hatte an dieser Stelle einen Thriller erwartet, könnte sich jedoch – zumindest im Subgenre – noch weiterentwickeln.
Der Gründer von Oasis forderte Peter Leigh an und verschwand anschließend. Direkt nachdem er die Bohrungen nach dem ohnehin sehr knappen Wasser einstellen lies. Keiner, einschließlich Peter, versteht was da vor sich geht. Zuletzt kamen drei Mitarbeiter bei einem tragischen Unfall um, keiner versteht, was da passiert ist.
Nur eines ist allen gewiss: Sie sehen Dinge, die eigentlich nicht da sind. Wie kann das sein? Woher kommen diese Fata Morganen?
Hier hooked die erste Folge richtig heftig, allerdings gibt es erst eine Folge und einen Trailer (empfehle zunächst die erste Folge zu schauen). Ich hoffe doch sehr, dass es mit dieser Serie weitergeht!

Falling Water (dt/OV)

„Falling Water“ erzählt die Geschichte dreier, scheinbar nicht mit einander verbundener Menschen, die alle unter rätselhaften und verstörenden Träumen leiden. Je tiefer sie graben, desto mehr erkennen sie, dass die Visionen, die sie in ihren gemeinsamen Träumen finden, den Schlüssel enthalten, der über das Schicksal der Welt entscheiden könnte.
(Quelle)

Hier bekommen mich Thema und Charaktere gleichermaßen. Die drei Hauptcharaktere haben mich durchaus überzeugt: Ein Sicherheitsagent einer großen Firma, eine scheinbar finanziell schlecht gestellte Trendspotterin und ein FBI-Agent. Alle haben ihre kleinen Probleme in ihrer Welt und ihre eigenen Ziele. Die einzige Verbindung scheinen zunächst die abstrakten, wenngleich realistisch wirkenden und etwas verstörenden Träume zu sein.
Dann tritt ein weiterer Charakter hervor und erklärt, dass er Träume nicht als etwas den Einzelnen btreffendes, sondern als etwas großes zusammenhängendes betrachtet und daran forscht. Nebenbei überschlagen sich die Ereignisse in jedem der drei Leben und sie stehen vor einer Menge offener Fragen.
Das gute ist, dass die Ereignisse auf den Verlauf der drei Geschichten abgestimmt sind. Also während sich die Frau anfangs mit scheinbar unlösbaren Rätseln umgibt, läuft es bei den anderen beiden. Als es bei denen zu zerbrechen beginnt, kommt sie einer Lösung näher. Das ist gut gemacht. Außerdem wird hier bewiesen, wie das teasern funktioniert.
Ein klein wenig creepy wird es auch, denn vermutlich kennt ein jeder von uns andere Geschichten (Filme) die sich mit Träumen beschäftigen und Assoziationen sind hier (im Guten wie im Bösen) sicher geplant.

Blindspot (dt)

Eine breite internationale Intrige wird enthüllt, als eine mysteriöse Unbekannte auf dem Times Square gefunden wird, bedeckt mit Tätowierungen, aber ohne Wissen, wer sie ist. Eine Tätowierung aber ist unmissverständlich: der Name von FBI-Agent Kurt Weller. Bald finden er und sein Team heraus, dass jedes Bild auf ihrem Körper ein Verbrechen darstellt und sie näher zu ihrer wahren Identität führt.
(Quelle)

Die Prämisse klang super, die Tattoos sehen gar nicht mal so schlecht aus (von dem was zu sehen war) und das Gesamtbild an der Frau ebenfalls. Hier hatte ich mir eine spannende Geschichte um Verfolgung und Intrige erwartet und bekam eine standard Polizeiserie. Die beiden arbeiten sofort zusammen, auch wenn er das eigentlich nicht will. Sie entpuppt sich als…
Naja, jedenfalls ist die schauspielerische Leistung weniger hoch oder das Skript einfach nur schlecht. Oder beides. Jedenfalls wirkt es nicht. Seine Mimik scheint irgendwie stark eingeschränkt, sie ist im Gesamten – wenn auch durch die Situation entschuldbar – einfach zu ambivalent in ihrem Wechsel zwischen Trauer und Tötungsinstinkt.
Aber das wäre noch tolerabel, wenn der Look der Serie nicht so stark geglättet wäre. Es erinnert mich einfach an eine Vorabendserie. Das muss nicht schlecht sein, lediglich meine Erwartungen wurden weit untertroffen.

DC’s Legends of Tomorrow (dt)

Wenn Helden allein nicht ausreichen, sucht die Welt Legenden. Nach einem Blick in die Zukunft stellt der zeitreisende Schurke Rip Hunter ein Team aus Helden und Banditen zusammen, um die Bedrohung des Vandal Savage zu konfrontieren. Von den Erschaffern von The Flash und Arrow kommt dieses Team, das die Helden beider Serien kombiniert – zusätzlich zu neuen Helden aus dem Pantheon der DC Comics.
(Quelle)

Ohje. Hier erhoffte ich mir mal ein paar Helden des DC Universe kennenzulernen, die man nicht unbedingt schon kennt, zumal ich mich gefühlt auch mehr zu diesem Universum hingezogen fühle, als zum Marvel Gegenpart.
Allerdings ist hier das Skript und die Präsentation nicht überzeugend. Möglicherweise lag es an der deutschen Synchro. So oder so, habe ich die erste Folge nach knapp 8 Minuten abgebrochen. Zu groß war der Schmerz.
Aber worum geht es: Ein unsterblicher Krieger namen Vandal Savage zerstört die Welt, seine Einführung ist so „böse“ wie es nur geht. Dann will jemand durch die Zeit reisen, um ein Team zusammenzustellen, das Savage aufhalten soll. Das Team besteht teilweise aus Helden und Bösewichten.
Das Problem ist – und inzwischen habe ich die erste Folge doch noch zu Ende gesehen – dass auch hier, wie schon bei Blindspot, ein sehr hohes Maß an Glättung auf eine vermeindlich starke Storyline trifft. Selbst ernste Momente werden nicht wirklich wie solche behandelt, die Charaktere verhalten sich zu erwartungsgemäß und zweimal hatte ich das Gefühl, dass die Action irgendwie nicht so richtig hinhaut (einmal war das ein Power Ranger Gefühl und das andere eine „ok, das musste jetzt sein“ Erlebnis).

Alles in Allem war das ein recht durchwachsenes Wochenende, mit grandiosen Hochs und dezenten Tiefs. Jetzt erstmal die Serien komplett schauen!

Was schaust du so aktuell? Gefallen dir die erwähnten Serien, bin ich zu pingelig mit DC’s Legend of Tomorrow und Blindspot oder hast du einen ähnlichen Eindruck?

Ich wünsche noch einen schönen, gehaltvollen Sonntag
PeeT

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Kommentare
  1. […] guter Monat ist rum und nun möchte ich mal wieder über die Serien sprechen, die ich in der zwischenzeit gesehen […]

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