Serien Sonntag #5 Aller Anfang führt zum Ende

Veröffentlicht: 2020/06/28 von PeeT in Kritik, Serien Sonntag
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Es ist wieder einmal soweit. Lange ist’s her, aber was solls.

Ich möchte euch wieder ein paar Serien vorstellen, die ich gefunden habe und damit es sich auch lohnt habe ich die Anzahl etwas hocchgedreht.

Ansonsten geht es mit den nachfolgenden Links zu den letzten Serien Sonntagen:

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Rick and Morty (dt/OV) [beendet]
“ Brilliant but boozy scientist Rick hijacks his fretful teenage grandson, Morty, for wild escapades in other worlds and alternate dimensions. „
Quelle: Netflix
Vermutlich hat jeder schon einmal von dieser Serie gehört und ich kann durchaus nachvollziehen, dass das hier nicht jedermanns Humor ist. Die Serie ist teils ziemlich derb, kann aber auch wieder sehr platt sein. Eine Freundin beschrieb ihren ersten Eindruck unter anderem mit dem Wort „Kindesmissbrauch“ und, wenn man die Serie unter diesem Blickwinkel sieht, dann ist verständlich warum sie nicht gefällt. Am Ende zieht Rick seinen Enkel da mehr oder minder ungewollt mit hinein und setzt ihn immer wieder Gefahren aus, die er zu faul war zu erklären. Morty wächst dran, gar keine Frage, aber war das wirklich nötig? Schlussendlich scheint Rick primär desinteressiert an allem, was an der zugrundeliegenden Philosophie „kosmischer Nihilismus“ liegt (klicke hier, aber Spoiler auch für die nächste Serie!).
Am Ende kann die Serie durchaus Humor und Philosophie gut verbinden, allerdings muss klar sein, dass es nicht die übliche lustige Serie ist. Und ich habe gehört es gäbe Fans, die diese Serie sehr, äh, verteidigen. Also solltest du sie nicht lustig finden, weißt du, dass du nicht schlau genug bist…oder sowas.
Die deutschen Stimmen sind gut, doch ich meine wahrgenommen zu haben, dass die Stimme von Beth in der vierten Staffel ausgetauscht wurde. Was schade ist. Im O-Ton ist es sogar für mich gut verständlich, wenngleich ist ein, zwei Mal die Untertitel gebraucht habe und einzelne Sätze zu verstehen.
Was auch komisch ist: Als ich das oben verlinkte Video suchte, wurde mir auch ein Wisecrack Video zu S4F7 vorgeschlagen, die auf Netflix noch nicht verfügbar ist. Mysteriös.
Bojack Horseman (dt)

Wir stellen vor: das beliebteste Sitcom-Pferd der 90er. BoJack ist ein Miesepeter, doch er hat ein Herz aus … naja, nicht aus Gold, aber aus so etwas Ähnlichem. Kupfer?
Quelle: Netflix

Zu dieser Serie kam ich wegen dem oben verlinkten Video. Ich wollte sehen, ob mir BoJack Horseman was geben kann. Die erste Folge zeichnet schon ein recht interessantes Bild, zumal es auch mit den Erwartungen spielt, was zwischen Schnitten passiert sein muss (seine Ex will, dass er sie nach Hause fährt – Schnitt – am nächsten Morgen ist sie in seiner Wohnung weil er es nicht getan hat. Das kam unerwartet). Ob sich das so durchzieht, keine Ahnung, aber es scheint ein anderer Blick auf Nhilismus zu sein (existenzieller Nhilismus, klicke auf den Link oben bei Rick and Morty). Ansonsten scheint nur die Welt des Hauptccharakters etwas kaputt zu sein, obwohl andere Charaktere durchaus Potenzial zeigen, ziemlich durchgeknallt zu sein. Wirklich gepackt hat mich die Serie noch nicht, lediglich wollte ich wissen, ob Pferde sich von Zuckerwatte übergeben müssen (Pferde können sich nicht übergeben, wie es scheint).

The Boys (dt) [komplett]

THE BOYS ist eine ehrfurchtlose Interpretation dessen, was passiert, wenn Superhelden, die berühmt sind wie Stars, einflussreich sind wie Politiker und verehrt werden wie Götter, ihre Superkräfte missbrauchen, anstatt Gutes zu tun. Die Machtlosen stellen sich gegen die Übermächtigen, als The Boys versuchen, die Wahrheit über „The Seven“ und Vought dahinter ans Licht zu bringen.
Quelle: Amazon Prime

Die Serie hat mich richtig gepackt, was dazu führte, dass ich sie mir an einem Tag komplett angesehen habe. Die Serie hält durchaus, was sie verspricht, geht dabei aber noch ein Stück tiefer. Anstatt die Superhelden einfach nur „böse“ zu machen, haben sie alle Beweggründe. Der Verlauf der Staffel ist spannend und es ist nicht wirklich gewiss, wie die Dinge wohl ausgehen werden.
Die Schauspieler sind gut ausgewählt, die Dialoge gut geschrieben und die Kameraführung hat nur gelegentlich mal einen (gefühlten) Aussetzer.

Upload (dt) [komplett]

2033 können Menschen, die dem Tod nahe sind, in Virtual Reality-Hotels „hochgeladen“ werden. Nora lebt in Brookly und arbeitet im Kundenservice für das luxoriöse digitale Jenseits „Lakeview“. Das selbstfahrende Auto vom L.A.-Partyhengst/Programmierer Nathan baut einen Unfall und seine Freundin lädt ihn dauerhaft in Noras VR-Welt hoch. „Upload“ stamm von Gred Daniels („The Office“)
Quelle: Amazon Prime

Und wieder hat es mir eine Serie angetan. Ich habe nach der ersten Folge eine halbwegs leichte Komödie mit – bestenfalls – dezent mysteriösem Subplot erwartet. Und im Kern gibt die Serie genau das, wobei der erwähnte Subplot an einigen Stellen sehr düster wird, teils sogar sehr tragisch. Die Verarbeitung des virtuellen Jenseits scheint auf jeden Fall sehr interessant, wirft hier und da wieder philosophische Gedanken auf und zeigt eine Liebesgeschichte, die ich nicht weiter charakteresieren will. Lasst euch vom Ende überaschen und schreibt mir gern euren Eindruck in die Kommentare. Insgesamt ist die Serie schon von der entspannten Sorte, genüsslicher Nachmittag/Abend auf dem Sofa.
Der Cast gefiel mir gut, die Charaktere sind schön schräg und der Humor, wenn auch teils eher fein gestreut, hat mich ebenfalls erwischt.
Ist Greg Daniels so ein toller Typ, dass er in der Beschreibung erwähnt werden muss? Ob die Serie ohne die Erwähnung nicht so gut angekommen wäre?

Carnival Row (dt)

Orlando Bloom und Cara Delevign sind in Carnival Row, einer viktorianischen Fantasiewelt voller mythologischen Migrantenwesen, zu sehen. Von Menschen gefürchtet, dürfen sie nicht in Freiheit leben. Doch im Dunklen gibt es Hoffnung, als ein menschlicher Detektiv und eine Fee sich aufeinander einlassen. Plötzlich wird die Stadt von einer Mordserie erschüttert – und das wahre Monster zeigt sich.
Quelle: Amazon Prime

Die erste Folge macht einen sehr anständigen Eindruck. Zwar muss sie eine ganze Menge Charaktere und ihre Situationen darstellen, macht dies aber in Kombionation mit einer ausgiebigen Tour durch die Welt von Carnival Row. Die Serie scheint auch Themen wie Rassismus, Ausgrenzung als Folgen von Krieg und Machthunger zu erkunden. Insgesamt wirkt alles nicht so dreckig und heruntergekommen, wie die Serie es mir zeigen will und doch gibt sie, mit dem Ende der ersten Folge, Aussicht auf eine Menge Dunkelheit.
So richtig gezündet hat diese Serie bei mir noch nicht, möglicherweise weil Orlando Blooms Charakter eigentlich nur ganz dezente Hintergrundgeschichte erhält. Er will nicht, dass andere davon wissen und gibt nur semi-mysteriöse Antworten. Dennoch nehme ich an, dass in Carnival Row eine ganze Menge Potential steckt.

 

Insgesamt denke ich habe ich das einige gute Serien gefunden. Rick and Morty, wo diverse Compilations und Ausschnitte auf Youtube mich ab und an nochmal abholen und wo vielleicht sogar noch was kommt (?), bleibt von den Serien allerdings nicht allzuviel übrig. The Boys bekommt hoffentlich noch eine Fortsetzung mit mehr aus der Welt und Upload auch noch einen schönen Abschluss.

Habt ihr davon was gesehen? Gehört ihr villeicht zu den Rick and Morty Hardcore Fans?`Lasst mal hören, wie ihr zu den Serien steht.

Eine schöne Woche wünscht

PeeT

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